Geknüppel muss sein!

Ich weiß, ich bin etwas spät dran, aber ich wollte unbedingt zu der letzten CD ein Review schreiben, weil sie mir sehr zusagt:

Am 22. November 2013 gab es ein Revival schon fast vergessener  Metal Zeiten. Es war nämlich Tag der Veröffentlichung des ersten Albums der Band „Down Among The Dead Men“ mit selbigem Titel. Was ist da jetzt so besonders dran? Nun, neben der Tatsache, dass sich Rogga Johansson und Dennis Blomberg schon zwei nicht ganz Unschuldige Musiker im Metallischen zusammengefunden haben? Es ist – für mich persönlich zumindest – die Beteiligung von David Ingram. Seines Zeichens ehemaliger Vocalist von der wohl besten Death Metal Band der Welt, nämlich Bolt Thrower, ausserdem ehemals Benediction sowie Host der Radioshow Metal Breakfast Radio. Bei der es, oh Wunder, hauptsächlich um Death Metal geht – und Doctor Who.

Davids Stimmgewalt ist, was Bolt Throwers Album „Honour – Valour – Pride“ seit jeher zu einem meiner absoluten Lieblingsalben macht, und mit Down Among The Dead Men sieht es da auch ganz gut aus. Die markanten, für den versierten Hörer sogar gut verständlichen Textzeilen, die hier an die Ohren geworfen werden, sind hervorragend. So sollte meiner Meinung nach generell im Death Metal gesungen werden. Die „Evolution“ des Genres, auch in Richtung Deathcore und Technical Death, finde ich fast immer zu krass, scheinbar bin ich da mehr der Oldschool-Freund; aber so freut es mich, dass hier Altes erfolgreich mit Neuem gemischt wird.

Abseits von den Lyrics bezeichnet die Band respektive das veröffentlichende Lable Cyclone Records die Musik als eine Mischung aus Death Metal und Hardcore/Crust Punk. Es stimmt schon, das ganze tendiert wirklich sehr in Richtung Crust, aber: Gepaart mit Davids zornigem Gröhlen kriegt man ordentlich deathmetallisch eine auf den Helm, so wie man das haben mag. Und auf jeden Fall anders als Benediction und Bolt Thrower – ein wenig schneller und brachialer, stellt in direktem Vergleich einen guten Kontrast dar.

Das Album mit seinen 13 Songs ist nach 31 Minuten schon sehr schnell vorbei. Mir persönlich ist das ein wenig kurz, zumindest das ein oder andere Liedchen hätte ruhig eine oder zwei Minuten länger gehen können. Einige Songs bleiben schön im Ohr hängen, mir gefallen vor allem „Adolescence of Time“ und „As Leeches Gorge“.

Ich bin sehr gespannt, wie sich diese Formation weiter entwickelt und ob in absehbarer Zeit auch die Chance besteht, die Herren live sehen zu dürfen.

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Schlafzimmerspielereien

Auch wenn ich einige vermutlich nun enttäuschen muss: das wird keine Rezension von 50 Shades of Grey oder sonstige, schlüpfrige Klamotte. Tatsächlich ist das hier eine Fortsetzung des letzten Posts, bei dem ich mich ein wenig an Wohnzimmermöbeln gespielt habe. Nun haben wir das ganze ein wenig „kompletter“ – und zwar auf einen Teilbereich meines Schlafzimmers.

Mir war eine Ecke des Schlafzimmers schon länger ein Dorn im Auge. Dort hatte ich ein Sideboard stehen. Auf und um das Sideboard herum war das Chaos beheimatet. Dort lagen diverse Klamotten, Koffer, Sportklamotten usw usf. Zwischendrin noch ein alter Rechner, voll funktionstüchtig, aber seit über nem Jahr nicht mehr an. Tjaja.

Also nimmt man sich da ein wenig Zeit und mistet fleißig aus, um entdeckt längt verloren geglaubte Kleidungsstücke wieder und erfreut sich auch ansonsten sehr seines tollen Plans. Das Sideboard wird kurzerhand zur Seite gerückt und gibt die gesamte Ecke frei. In welche man nun viele schöne Sachen packen könnte.

Ich habe mich für eine Leseecke entschieden. So eine wollte ich eigentlich schon mal vor Jahren im Wohnzimmer, aber dort habe ich für solche Spielereien schlichtweg nicht mehr genug Platz, immerhin wollen Töchterchens Spielsachen dort genauso ihren angestammten Ort behalten wie auch Schreibtisch, Couch und Fernseher. Dann halt im Schlafzimmer.

Es gab beim allmonatlichen Ikeabesuch also diesmal nicht nur Kleinkram, den man zwar nicht braucht, der sich am Schluss dann aber trotzdem in einer 50 Euro+ Rechnung finden lässt, sondern auch einen passenden Sessel und einen Tisch nebst ein wenig Deko. Was mir noch fehlt sind eigentlich nur noch eine ansprechende Steh- oder Tischlampe (minus Wäschetrommel als Behelfstisch ;-)) sowie eine Idee, was ich mit den Wänden mache – die sind mir zum einen zu nackt, zum anderen zeigt der Putz an manchen Stellen Ausbesserungspotenzial. Und natürlich kommen noch mehr Bücher 😉

Habe leider/zum Glück keine Fotos von DAVOR gemacht. Aber danach finde ich für eine abendliche Aktion durchaus in Ordnung.

Work in Progress

 

 

Wohnzimmerspielereien.

Die letzte Woche stand des Abends immer unter dem Motto „Wie mache ich die Bude etwas wohnlicher“. Endlich mal, ist ja nicht so, als würde ich hier schon bald fünf Jahre wohnen. Das Wohnzimmer hat auch schon mehrere Lebenszyklen durch und ist mittlerweile in einem Stadium angelangt, der zumindest von der Anordnung der Möbel für mich halbwegs sinnvoll und angenehm ist. Feng Shui werde ich damit zwar nicht unbedingt Konkurrenz treten, aber wer will das schon?

Im Wohnzimmer hat sich – neben dem dritten DVD-Regal eigentlich nicht viel getan, ausser einer Langeweileaktion, die dem gestrigen Samstag geschuldet war. Ich hatte noch ein wenig Folie vom Auto übrig, apfelgrün matt um genau zu sein. Und beim putzen ist mir aufgefallen: Kind hat mit Wasserfarben gepinselt. Am Wohnzimmertisch. Wenn man das nicht sofort wegwischt, sondern einziehen lässt, scheint die Oberfläche von Ikea’s Lack (den ich aufgrund seiner Schlichtheit wesentlich mehr schätze als meinen alten, wesentlich hochpreisigeren Couchtisch des selben Möbelhauses) diese Farbe nicht mehr ganz loswerden zu wollen. Nun ja.

Also misst man mal eben zwischen Sport, Abendessen und prokrastinieren den Tisch aus, schneidet Folie zurecht, sprüht ein wenig Wasser mit Spüli auf Tisch und Folie (damit das ganze nicht sofort klebt, sondern sich noch zurechtrücken und blasenfrei glattstreichen lässt) et voilá:

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Die Ränder müssen übrigens noch von Tochter nächstes Wochenende mit diversen Stickern etwas aufgepeppt werden – ich muss da nämlich irgendwie kaschieren, dass ich zwischendrin leicht schief geworden bin um drei Millimeter. Das Apfelgrün mag nicht jedermanns Geschmack sein, mir persönlich gefällt es zumindest temporär ganz gut (so wie auch im Auto, man sieht sich an so grellen Farben recht schnell satt finde ich). Das ganze sähe vermutlich auch richtig klasse mit Stickerbombfolie aus. Generell könnte man die ganze Fläche des Tisches genauso umfolieren wie nur einen Teil. Oder man schneidet Muster aus der Folie und bringt nur diese auf. Oder Oder Oder.

Im nächsten Teil werde länger auf meine neue Lese- und Chillecke eingehen. Diese ist zwar noch lange nicht fertig, aber schon ziemlich chillig 😉

 

Es läuft wieder.

Ja, an dem Titel gibt es nix zu rütteln. Ich kann scheinbar wieder einigermaßen laufen, ohne Schmerzen im Knie, die mich zum humpeln und abbrechen zwingen.

Der Physio hat ganze Arbeit geleistet und die ein oder andere Einheit im Fitnessstudio, die ich bewusst auch mal im Fokus auf Kniestabilität gelegt habe, hat ihr übriges getan. Wir wollen dabei nicht gleich neue Bestzeiten verschreien und es gleich wieder übertreiben. Immerhin habe ich mir den ganzen Quatsch durch zu schnell zu viel wollen erst eingebrockt. Und zu 100% traue ich dem Knie dann auch noch nicht. So oder so, neben den bereits gut funktionierenden Einheiten auf dem Laufband (dort auch mal Paces von 5:00 oder 4:45 min/km – ohne irgendwelche Probleme) sind auch die ersten beiden „Landeinheiten“ auf meiner 5km Strecke durch. In immerhin genau 30 Minuten schaffte ich die Runde, also dezente 6:00min/km – und das, obwohl ich eigentlich immer auf Gefühl gelaufen bin. Meine Pulsuhr habe ich nämlich einfach mal daheim gelassen. Und siehe da: es fühlte sich ziemlich gut an. Sollte man öfter mal machen. Je nach Lust und Laune mal schneller, mal langsamer. Ein typisches Fahrtspiel eben – nur ohne die Einschränkungen von Zahlen. Mittlerweile weiß ich, wann ich meinem Körper wieviel zumuten kann.

Jetzt müsste mir nur die Dunkelheit dieses Jahr nicht ganz so viel zu schaffen machen, dann bin ich zuversichtlich, dass dieses Jahr vielleicht doch noch ein Silvesterläuferl hergeht – zwar nicht mit PB, aber zum ersten mal dieses Jahr mit Freude am Laufen.

Der sportlich-grantelnde November – Woche 1

Die erste Woche des NoRestDayNovember ist rum – und gleich mal gehörig versagt. Es gab nämlich doch einen Rest Day, wenn auch ungewollt:

Am Mittwoch hatte ich eigentlich ein Date mit den Herrn mtb_esmeralda, Lauftagebuch und timekiller089 zum Schwimmen im Dantebad. Anschließend wollten wir im Hechtsprung noch ein wenig essen, trinken und lachen – unterstützt durch RedCherryPepper und dreisportler_de.
Da ich tags zuvor über eine laufende Nase gejammert habe und sehr zeitig ins Bett bin, um nicht von der Erkältungskeule erwischt zu werden, entschloss ich mich am Mittwoch morgen spontan, mit dem Auto statt dem ÖPNV zur Arbeit zu fahren – man kann ja dann easy weiter zum Dantebad, im angenehm temperierten KFZ und nicht wartend auf irgendwelchen zugigen Bahnsteigen.

Tja. Da der gemeine Münchner Autofahrer aber massive Probleme mit (Niesel-)regen hat, habe ich auf dem Weg in die Arbeit in der Früh schon 2 Stunden gebraucht. Nerv. Abends packte ich zeitnah – nach einem Blick auf die Verkehrsfunktion von Google Maps – meine Tasche, im Hinterkopf, dass eine Stunde für die kleine Tour durch München perfekt reichen sollte. Google zeigte mir bei aktueller Verkehrslage immerhin 31 Minuten an. Genügend Puffer.
DENKSTE!

Ich weiß nicht was mit euch Städtern los ist, aber Autofahren solltet ihr nochmal lernen. Ich stand quasi überall wegen Leuten, die ihre Bonzenschlitten über grüne Ampeln schieben, die sinnfrei Vollbremsungen machen und Unfälle provozieren. Die Vorrangschaltung von Trambahnen gepaart mit der „Nur Ich, alle andern sind egal“ Mentalität der Autofahrer, die dazu führt, dass natürlich fast jede Kreuzung zugefahren wird und der Verkehr zum erliegen kommt, machten meinem Plan, früh beim schwimmen zu sein, einen Strich durch die Rechnung. Am Ende war ich 1,5 Stunden unterwegs für eine Strecke, die ich locker in 25 Minuten hätte schaffen können. Entsprechend war die Laune. Es war nach 19 Uhr, und ich hatte somit noch 45 Minuten fürs Schwimmbad, bis wir offiziell im Hechtsprung verabredet waren. Und für die paar Minuten, die ich dann effektiv auch schwimmen konnte – man muss sich aus und um und anziehen, duschen, föhnen, blablabla – war mir mein Geld dann eindeutig zu schade.

Zum Glück waren die beiden „Nichtschwimmer“ aber schon etwas früher in der Gaststätte, also konnten wir schon mal mit dem munteren Schnattern anfangen.
Zum Schwimmen bin ich persönlich leider nicht mehr gekommen, aber dafür hatten wir auch so sportlich angehauchte Gaudi den ganzen Abend lang. Ich verkrafte daher mal, dass es kein Workout gab.

Ansonsten lief es ganz gut:

01.11.: Pumpen

02.11.: Rolle

03.11.: Schwimmen

04.11.: Rolle

05.11.: TRX

06.11.: Siehe oben 😉

07.11.: TRX (aua)

08.11. Rolle

Und fürs Wochenende wird es noch einmal Laufen(! Im Freien! Nach dem Knie!) und einmal Muckibude geben – Läuft also 😉

Strafe muss sein.

Da die letzten paar Wochen verletzungs- und launenbedingt eher mau waren, was den Sport angeht, und ich mir selber dafür ein wenig auf die Finger hauen muss (3kg zugenommen, und leider nicht nur Muskelmasse) und ausserdem gerade ein neuer Monat anfängt, gibt es eine sportliche Veränderung:

No Rest Day November!

Ohja. GAR NIX mit GAR NIX. Zumindest irgendwas lockeres müsste jeden Tag gehen. Und wenn es nur regeneratives Laufen oder Pedalieren im GA1 ist. Besser als nix. Aktuell denke ich an den folgenden, groben Wochenplan.

  • Montag: Krafttraining, mit Ein und Auslaufen auf dem Band.
  • Dienstag: Schwimmen oder Rolle
  • Mittwoch: TRX. Ein und aus wieder wie gehabt auf dem Laufband oder auch mal Rudern.
  • Donnerstag: Schwimmen oder Rolle
  • Freitag: Kraft
  • Samstag: Rolle oder Laufen
  • Sonntag: Laufen oder Rolle

Klingt machbar. Gerade von TRX erhoffe ich mir einiges, auch was die Stabilität des Knies angeht. Aufm Laufband geht es schon wieder ganz gut, da sollte die ein oder andere lockere Straßeneinheit auch drin sein. Nebenbei erhoffe ich mir dadurch, wieder etwas ausgeglichener und weniger verfressen (Drei Pickups in Fünf Minuten inhalieren ist auf Dauer halt einfach blöd) zu werden. Die letzten Wochen waren eher nix, in vielerlei Hinsicht. Sollen die letzten paar des Jahres dafür umso besser werden.

Saisonabschlussgedanken

Die Tuning Saison 2013 ist mit dem letzten Wochenende offiziell beendet! Auf was für blöde Ideen man nicht so kommt, wenn man auf einmal zuviel Platz im Kopf dafür hat.

Kofferraumausbau? Na sichi.
Das Black & White Konzept weiter fortführen? Klaro.
Oder das ganz andere, total abgefahrene: Eine RATTE machen? Yay!

Ratte, was ist das? In meinem speziellen Fall handelt es sich dabei um einen Teilbereich der Tuningszene, bei dem es NICHT darum geht, möglichst viel BlingBling, Spoiler, Leistung oder die fetteste Anlage zu haben, sondern um eine Art Understatement. Eine Ratte kann äusserlich vieles sein, verrostet, zugeklebt, versifft, mit unterschiedlichsten Farben lackiert. Aber innerhalb eines Rahmens. Es geht hier um den äußeren Anschein von Schrott, der in Wirklichkeit gar keiner ist.

Für die Ratte brauche ich aber neben etwas Kapital auch gleich noch die Gewissheit, dass man damit noch relativ gefahrlos durch den TÜV kommt.
Die Ratte wäre quasi ein Spielprojekt, ein Lernobjekt, ein Social Event, das kostengünstig in einer noch nicht wirklich existenten Subszene in Deutschland platziert werden könnte. Man kann hier viel experimentieren und der Fantasie freien Lauf lassen. Beim eher klassischen Tuning – zumindest wenn man es dezent haben will, so wie ich – weisen irgendwann gewisse rechtliche, monetäre oder ästhetische Limits in die Schranken.

Die Ratte wäre hier der entsprechende Ausweg. Da hier quasi alles erlaubt ist, was gefällt, könnte man sogar noch was gutes tun und einem altersschwachen, der Presse geweihten Fahrzeug ein zweites Leben ermöglichen. Dafür muss man aber zunächst einmal ein passendes Fahrzeug finden.

Solltet ihr also jemanden kennen, der einen äußerlich nicht mehr ganz so beeindruckenden, älteren BMW (E30 oder E36 – oder noch älter) mit einigermaßen passabler Technik und idealerweise unter 200tkm Laufleistung verscherbeln möchte: Call me.